Nicht uninteressant. Für diejenigen, die es nie gesehen haben: es gab bei den Bunnylectures immer eine Tafel, auf der das auf der Bühne ausgebreitete Wissen von einem Bunnygraphen in Diagramme umgesetzt wurde, und sicherlich wird das bei der Rueckkehr der Bunnies auf die Buehne auch erneut der Fall sein. Das war schon relativ anvantgardistisch. WIE SEHR allerdings, das sagt uns Walter Benjamin in Einbahnstrasse.

Benjamin kündigt den Augenblick in der Geschichte der Schrift an, in dem "Quantität in Qualität umschlägt und die Schrift, die immer tiefer in das graphische Bereich ihrer neuen exzentrischen Bildlichkeit vorstößt, mit einem Male ihrer adäquaten Sachgehalte habhaft wird. An dieser Bilderschrift werden Poeten, die dann wie in Urzeiten vorerst und vor allem Schriftkundige sein werden, nur mitarbeiten können, wenn sie sich die Gebiete erschließen, in denen (ohne viel Aufhabens von sich zu machen) deren Konstruktion sich vollzieht: die des statistischen und technischen Diagramms. Mit der Begründung einer internationalen Wandelschrift werden sie ihre Autorität im Leben der Völker erneuern und eine Rolle vorfinden, im Vergleich zu der alle Aspiration auf Erneuerung der Rhetorik sich als altfränkische Träumereien erweisen werden."